Schwesternstation der Schwestern des Erlösers (Mutterhaus in Würzburg)
Im Jahr 1900 kamen Schulschwestern nach Haibach und führten die neue Mädchenschule (heute Rathaus). Sie wohnten in der Schule.
Ab 1906 betreuten Krankenschwestern die Alten und Kranken. Für sie baute der 1901 gegründete St.-Johannes-Zweigverein ein Schwesternhaus zwischen Schule und Pfarrhaus.
1927 beschloss der Gemeinderat, den Bau einer „Kinderbewahrungsanstalt“ zu unterstützen. Das „Antoniusheim“ wurde im Jahr 1930 vom St.-Johannes-Zweigverein gebaut und dort eine Kinderschule eingerichtet.
Die Kinderschwestern wohnten hier in einer Außenstelle des Klosters.
1938 erhielten die Schulschwestern im Nationalsozialismus Berufsverbot und mussten aus der Schule ausziehen. Die Schwesternwohnung auf der „Burg“ wurde deshalb erweitert und die Schulschwestern zogen ein. Eine Näh- und Kochschule wurde eingerichtet. 1939 wurden die beiden Schwesternstationen zu einer Station vereinigt.
Als 1962 die Kirche gebaut wurde, musste das Schwesternhaus neben dem Pfarrhaus weichen und die Krankenschwestern zogen „auf die Burg“. Das Haus wurde vorher um einen Anbau erweitert.
Die letzte Schulschwester war Handarbeitslehrerin Irmgard bis 1990. Nach dem Weggang der letzten Krankenschwester Gregoria 1996 und der Kinderschwester Friedeburg wurde die Station 1997 aufgelöst.
In die Schwesternwohnung zog eine betreute Wohngemeinschaft von acht Menschen mit Behinderungen der Lebenshilfe Schmerlenbach ein.
Seit 2010 sind in der ehemaligen Schwesternwohnung zwei Gruppen einer Kinderkrippe. Im Erdgeschoss sind drei Kindergartengruppen.
Die Mariengrotte diente den Schwestern als Andachtsstation. Sie stand zuerst auf dem Hügel hinter dem Schwesternhaus, dann neben dem Eingang des Neubaues am Rand des Spielplatzes. Im Jahr 2026 wurde sie an den Zugang zur Kinderkrippe versetzt, der während der Zeit der Schwestern der Eingang zur Schwesternstation war.




