Der Hohe-Warte-Weg

In der Natur, Sehenswert

Der Hohe-Warte-Weg ist ein Teilstück der alten Verbindung von Aschaffenburg nach Heimbuchenthal. Die „Echter-Karte“ von 1596 bestätigt die Bedeutung des Ortes an diesem Weg. Besonders aufschlussreich ist der eingezeichnete Weg von Aschaffenburg nach Heimbuchenthal. Im Bereich der „Hohewart“ ist ein Zollposten, ein sogenannter „Schlag“ („Schlege“), vermerkt. Diese deutet darauf hin, dass hier Wegezoll erhoben wurde und somit ein reger Durchgangsverkehr bestand. Auch die heute noch gut erkennbaren Hohlwege von Dörrmorsbach über den Pfaffenberg hinauf zur Hohen Wart zeugen von einer intensiven Nutzung. Ob diese Wege vor allem der Holzwirtschaft der Stadt Aschaffenburg dienten oder eine Verbindung zum nahegelegenen historischen Eselsweg darstellten, ist noch nicht abschließend geklärt. Wahrscheinlich hat es sich um einen Zuweg zum historischen Eselsweg bei Krausenbach/Wintersbach gehandelt. Mit dem Ausbau der alten Heer- und Poststraße im 18. Jahrhundert – der heutigen Staatsstraße 2312 / B8 von Aschaffenburg nach Würzburg – verlor diese Wegeverbindung jedoch an Bedeutung.
Ältere Karten belegen die frühere Bedeutung des Ortes. So findet sich Dörrmorsbach bereits auf der Maskoopkarte aus der Zeit um 1575 als „Dorn-Morsbach“. Auf der Spessartkarte von Paul Pfinzing aus dem Jahr 1594 ist „Durmerspach“ gleich groß dargestellt wie die umliegenden Orte. Erstmalig erscheint „Durrinmorspach“ mit einer Abgabe von zwei Malter Getreide im Koppelfutterregister (einer mittelalterlichen Steuerliste) aus dem Jahr 1280.

Auszug aus der Echter-Karte (Staatsarchiv Würzburg, MRA Ingelheim K477_74

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