In seinem Privathaus in der Schollstraße 9 unterrichtete Johannes Monrial die Haibacher Kinder ab dem Jahr 1748 bis zu seinem Tod am 12. Mai 1804 im Alter von 81 Jahren. Monrial war gelernter Schreiner. Eigentlich hätten die Kinder nach Oberbesenbach in die Schule gehen müssen. Dort war in der Pfarrschule ein Lehrer angestellt, an den Haibach weiterhin das „Schulkorn“ zu zahlen hatte. Der Bessenbacher Pfarrer Johannes Walser schrieb deshalb 1758: „Den Lehrer zu Haybach hat die Gemeinde ohne des Pfarrers Willen angenommen.“ 1783 schrieb Kaplan Merlo: „Haibach ist die stärkste Schule in der Pfarrei, 80 bis 90 Kinder. Kein Schulhaus, geringes Schulgeld. Schule hält der Lehrer gezwungenermaßen in seiner Hütte, die schon mit seiner Frau, mit Kindern und Kindeskindern überbelegt ist. Zahlreiche Jugend bei einer darniederliegenden und sterbenden Großmutter. Winselnde Balgen. Der Geistliche hat keinen Platz zum Stehen und findet keinen Platz, um seinen Rock und seinen Hut abzulegen.“

Schon 1786 bittet Monrial um den Bau eines Schulhauses. Er begründete sein Anliegen mit der Beschreibung der Schulstube: „Sie ist 2,3 Meter breit und 4,3 Meter lang. Darin steht eine geräumige Bettstatt, eine Wiege, eine Kiste, ein vierfüßiger langer und breiter Tisch, ein großer Ofen. Darin muss sich aufhalten ein Mann, eine Frau mit 2 größeren Kindern und einem noch säugenden Kind. Die Stube muss fassen 54 Kinder und den Schullehrer.“

Erst 1807 wurde ein Schulhaus gebaut. (Siehe „Knabenschule“.)

Bis zu dessen Fertigstellung wurde die Schule in einem Bauernhaus gehalten, weil im Haus des neuen Lehrers Thomas Stumpf, einem gelernten Leinenweber, kein Platz war.

(Näheres in der Ortschronik 1987 ab Seite 210)

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