Kleiderfabrik „Süweda“ (Mayerhöfer), Bekleidungswerk Adler Mäntel, Bügelei Bachmann

Ehemalige Sehenswürdigkeiten

Johann Desch (* 27. April 1848 in Glattbach; † 29. Januar 1920 in Aschaffenburg) gilt als einer der Mitbegründer der industriellen Fertigung von Bekleidung in Deutschland. Seine Idee setzte Desch ab 1874 in einer Fabrik in der Aschaffenburger Sandgasse 43 um, die als erste in Deutschland Herrenkonfektion in Serie produzierte. Durch neu entstehende Kleidergeschäfte wurden seine Herrenkonfektionen an die schnell wachsende Bevölkerung in den Industriestädten verkauft. Heimarbeiter aus dem wirtschaftlich schwachen Spessart führten für ihn die Näharbeiten durch. Der Aschaffenburger Raum wurde in Folge zu einem der Zentren der Bekleidungsindustrie. Auf dem Höhepunkt der Entwicklung im Jahre 1955 gab es in der Region rund 400 textilverarbeitende Betriebe mit fast 19.000 Beschäftigten.

Wegen der Bombenangriffe auf die Stadt Aschaffenburg verlegten die Kleiderfabriken ihre Produktion aufs Land, zwei davon nach Haibach: Firma Arnold (später Mertens, im Grünen Baum, im Hirschen und in der Post) und Süweda (im Weißen Roß, Haibacher Schweiz).

Die beiden Kleiderfabrikanten bauten in ehemaligen Steinbrüchen neue Produktionsstätten. Süweda hatte eine eigene Weberei, Zuschneiderei und einen Nähsaal. Inhaber der Mantelfabrik Süweda war Gabriel Mayerhöfer.  (Später ging desen Sohn Jürgen Mayerhöfer mit der Firma “La Femme Textilien und ASSI Fashion Mayerhöfer” nach Mespelbrunn in die Hauptstraße 21 und 23. )

1967 kam die „Adler Mäntel AG“ nach Haibach und arbeitete in der Süweda bis sie 1971 ein eigenes Haus im Industriegebiet baute.

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