Haibach – ein Weinort?

In einem Artikel der Aschaffenburger Zeitung von 1912 findet sich ein Beitrag zur Errichtung des Hohen Kreuzes (1844), in dem auf den Weinbau in Haibach in der Mitte des 19. Jahrhunderts hingewiesen wird. Der Bau des Kreuzes wird „einem Kreis fideler Junggesellen, die nicht zu den mürrischen, weiberscheuen Hagestolzen gehörten“ zugeschrieben. Diese Junggesellen sind dem Artikel nach gern nach Haibach gekommen, denn: „Der edle Haibacher Rebensaft hatte es ihnen angetan.“

Im Jahr 1805 findet sich eine Gemeinderechnung mit Einnahmen aus der Verpachtung des Weinbergs (Wingert).
Unter bayerischer Regierung ab 1814 ging die Rebkultur allerdings zurück, 1845 sind noch 776 Quadratmeter vorhanden. 1893 erfährt der Wingert keine Erwähnung mehr.

Heute sind die Stufen des Weinberges gerade noch zu erkennen.

 

Schon am 2. Juli 1327 ist ein Weinberg in Grünmorsbach in einer Urkunde des Klosters Schmerlenbach erwähnt: „Die Richter des Stiftes Aschaffenburg beurkunden, daß Wiker Schilling, seine Frau Jutta und seine Söhne Heinrich und Konrad den Nonnen Agnes, Lysa und Dona zu Schmerlenbach eine jährliche Gült von 15 Schilling Heller von ihrem Weinberg in der Gemarkung von Grünmorsbach für 10 Schilling Heller verkauft haben.“

Bei uns in Grünmorsbach wohnt die Deutsche Weinkönigin:  Eva Brockmann wurde am 27. Mai 2022 zur Fränkischen Weinkönigin gekürt. Am 29. September 2023 fand in Neustadt an der Weinstraße die Wahl zur Deutschen Weinkönigin statt. Eva vertritt ein Jahr lang den Deutschen Wein in der ganzen Welt.  (Geburtstag: 27.01.1999. Beruf: Winzerin / B.Sc. Weinbau und Oenologie, Hochschule Geisenheim)

 

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