Das „Bildsteckelche“ wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut. Der Bildstock ist aus Buntsandstein gefertigt, im Sockel ist das „Mainzer Rad“. Zum Ortsjubiläum 1987 ließen die Grünmorsbacher Obstbauern den Bildstock renovieren. Dabei wurden an der Rückseite Längskerben freigelegt: hier schärften die Grünmorsbacher wohl ihre Äxte und Schneidwerkzeuge. Der Platz an der Dorfstraße hatte eine besondere Bedeutung: Die Dorfstraße war die Hauptverkehrsader Grünmorsbachs, bevor im Jahr 1799 die Heer- und Handelsstraße, die heutige Würzburger Straße, fertiggestellt wurde.

 

Der Bildstock ist im religiösen Leben der Gemeinde schon immer ein Anlaufpunkt gewesen und ist es heute noch. Hier wurde Ende des 19. Jahrhunderts Kaplan Johannes Dümler dazu inspiriert, eine Lourdesgrotte zu errichten. Er sah die Grünmorsbacher am Bildstock bei ihren Gebetsstunden und wollte ihnen einen würdigen Andachtsort bauen lassen. Wie wir heute wissen wurde aus dieser Idee die „alte Kirche“. Auch heute noch besuchen Palmsonntags- oder Fronleichnamsprozessionen diesen Ort.

Gleich neben dem Bildstock stand die gemeindliche Viehwage.

 Die damaligen Grünmorsbacher Gemeinderäte aller Fraktionen hatten zum 25-jährigen Jubiläum der Eingemeindung nach Haibach ein Fest organisiert, dessen Erlös nun für zwei neue Sandsteinbänke verwendet wurde, die das Radmotiv vom Sockel für die beiden Bänke verwendet haben.

 Der Bildstock steht unter Denkmalschutz

D-6-71-124-11 Bildstock, Fundament mit Sockel, Schaft mit Nischenaufsatz, Buntsandstein, 19. Jh.

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