Als Schweinheim am 21.1.1821 Pfarrei wurde, kamen Haibach, Grünmorsbach und Gailbach als Kaplanei zu Schweinheim. Dörrmorsbach blieb weiter bei Oberbessenbach. (Haibach und Grünmorsbach gehörten seit mindestens 1260 zur Ur-Pfarrei  Oberbessenbach.)

1826 hatten sich die Gemeinden Haibach und Grünmorsbach entschlossen, eine gemeinsame Kirche zu bauen. Doch die finanziellen Verhältnisse verhinderten einen Baubeginn. Erst eine vom König genehmigte bayernweite Kollekte sorgte für den ersten finanziellen Grundstock zum Bau der Nepomuk-Kirche. Am 25.04.1838 „geruhte Seine Majestät der König von Bayern“ dem Antrag der Gemeinde Haibach auf eine Landeskollekte zum Bau einer Kirche in Haibach statt zu geben. Bei Grundsteinlegung war jedoch die Verteilung der Baulast noch nicht geklärt. Schließlich konnte doch, wenn auch mit großen Schulden, der Bau vollendet werden.
Die Grundsteinlegung der Kirche war am 2.6.1842, die Einweihung am 3.12.1848.
Weil sie eine Filialkirche war, wurde sie nicht vom Bischof geweiht, sondern vom Schweinheimer Pfarrer Erich Stein „benediziert“. Wegen Geldmangels blieb die Ausstattung sehr bescheiden.

Nach Renovierungen in den Jahren 1921/1922 (Haibach wurde 1922 zur Pfarrei erhoben), 1938 und 1948 wurde die zu klein gewordene Kirche 1963 durch einen modernen Bau, die Bruder Klaus- Kirche an der Hauptstraße, ersetzt.

In das Haus der ehemaligen Kirche zog ein Haibacher Handwerksbetrieb ein. Ihm wurde zur Auflage gemacht, alle Erkennungsmerkmale eines Gotteshauses zu entfernen. So blieb als ein Kuriosum der teilweise abgetragene Turm.

 

Das Haus steht unter Denkmalschutz. (D-6-71-124-3 Ehem. Kirche, unverputzter Sandsteinquaderbau im Rundbogenstil, 1844-48; jetzt Werkstatt.)

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